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Lockdown 17.11.2020 - Unterstützungsmaßnahmen für Künstler*innen

Pandemie Covid-19 - Finanzielle Unterstützungen für Kunstschaffende

Kunstschaffende und besonders Bildende KünstlerInnen sind von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie Covid-19 besonders getroffen.
Bund und Länder, als auch die verschiedenen Verwertungsgesellschaften haben finanzielle Mittel zur Unterstützung bei Einkommensausfällen von Kunstschaffenden bereitgestellt.
Hier nun eine Liste, die laufend ergänzt werden wird.
 
Wichtig ist es, daß KünstlerInnen den Antrag an den „richtigen“ Fonds stellen.
Für alle KünstlerInne die die derzeit gültigen Anspruchskriterien des WKO-Härtefall-Fonds erfüllen, sollen und müssen auch dort zuerst beantragen.
Dieser Fonds ist am höchsten von allen bestückt. Nachdem dieser Fonds derzeit aber noch nicht alle Betroffenen erreicht (z.B. Kunstschaffende mit Mehrfachversicherungen, etc.) wird an den Zugangsregelungen noch gearbeitet. So zum Beispiel fielen am 31.3.2020 die ursprünglich angegebene Ober- und Untergrenze des Verdienstes weg. In den nächsten Tagen werden höchstwahrscheinlich noch weitere Anforderungen geändert werden. Darum bitte am Tag der Anforderung nochmals den aktuellesten Stand der Zugangsregelungen auf der HP der WKÖ nachlesen.
 
WKO-Härtefall-Fonds
Kunstschaffende die als Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstunternehmen, Neue Selbstständige und/oder freie Dienstnehmer geführt sind, haben die Möglichkeit beim der von der WKÖ gegründeten Härtefallfonds in der Höhe von 1 Milliarde Euro um Unterstützung anzusuchen. Es werden zur Zeit – je nach Höhe des jährlichen Einkommens ein Zuschuss in der Höhe von € 500,- oder € 1000.- gewährt, welche nicht zurückgezahlt werden müssen.
Zur Zeit wird noch eine zweite Phase geplant, in welcher es dann maximal € 2000,- bis zu drei Monate lang geben soll. Dies ist jedoch noch in Planung!
 
www.wko.at
www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html
 
 
 
KSVF
Alle Kunstschaffenden, die keinen Zugang zum WKO-Härtefall-Fonds haben oder denen die kurzfristige Sofort-Unterstützung von € 500,-- bis € 1000,- zuwenig ist, können sich an den Covid-19-Fonds des KSVF wenden.
 
https://www.ksvf.at/covid-19.html
 
Dieser Fond steht jedem Kunstschaffenden zur Verfügung und ist derzeit mit 5 Millionen Euro gefüllt.
Wegen der zu erwartenden gesteigerten Anzahl an Ansuchen um Unterstützung werden Kunstschaffende aufgerufen nur die geforderten Unterlagen einzureichen, damit diese zügig bearbeitet werden können. Gemeint ist damit, daß das ausgefüllte Formular, eine Einnahmen-Ausgaben-Auflistung, Kopie des Meldezettels und Kontoauszüge mit dem aktuellen Kontostand eingereicht werden müssen – mehr nicht. Mit einer Ausnahme: KünstlerInnen, die bisher noch
keinen Zuschuss des KSVFs zu ihrer Sozialversicherung bekommen haben, müssen bei der Einreichung im Fond auch Belege ihrer Künstlereigenschaft beilegen.
 
Neben dem Covid-19-Fonds gibt es noch den Unterstützungsfonds des KSVFs https://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html
 
Weiters gibt es Unterstützung bei
Bildrecht und andere Verwertungsgesellschaften:

Zusätzlich zum SKE Fonds (=Fonds für soziale und kulturelle Einrichtungen) für Mitglieder der jeweiligen Verwertungsgesellschaften hat die Bildrecht den Corona-Überbrückungsfonds, dotiert mit € 500 000,- , eingerichtet. Dieser Fonds steht auf Antrag allen bildenden KünstlerInnen zur Verfügung – auch wenn sie KEIN Mitglied bei der Bildrecht sind.
https://www.bildrecht.at/bildurheberinnen/corona-%C3%BCberbr%C3%BCckungsfonds/
 
Mitglieder der Bildrecht können auch um Gelder aus dem SKE-Fonds ansuchen.
www.bildrecht.at
 
Eine weitere Möglichkeit bietet die neu gegründetete Initiative
Stiftungen helfen Künstlern
 
www.stiftung-oesterreich.at
 
Bei der Initiative „Stiftungen helfen Künstlern“ können alle Kultur schaffenden Einzelpersonen einen Antrag auf Unterstützung stellen, die seitens des Corona-Härtefallfonds und des Künstler-Sozialversicherungsfonds aufgrund ihres rechtlichen Status keine Unterstützung erhalten. Ebenso können begründete Härtefälle eingebracht werden, wenn die Mittel aus den beiden Fonds nicht ausreichen, um die persönliche Lebenssituation abzusichern. Die
Beurteilung der Vergabe erfolgt über einen Beirat. Alle Informationen
über Antragskriterien und benötigte Unterlagen werden in den nächsten Tagen auf der Homepage (s.o.) veröffentlicht.
 
SVS
KünstlerInnen, die SVS-pflichtig sind und ihre Beiträge nicht bezahlen können, haben jederzeit das Recht um Stundung und/oder Herabsetzung anzufragen. Es wurde zugesagt, daß dieses gewährt werden wird.
 https://www.sozialversicherung.at/cdscontent/contentid=10007.820921&portal=svportal&viewmode=content
 
 
Finanzamt
Dasselbe gilt auch für Steuervorauszahlungen, sowie Steuerzahlungen. Bezüglich  Stundung der Steuern muß das zuständige Finanzmat angeschrieben werden.
 
Miete, Kredite
Bei Mieten (Atelier, Wohnung) wird derzeit über Stundung etc. noch vom Gesetzgeber beraten; es ist geplant, doch sicher ist derzeit noch nichts. Es besteht natürlich eine höhere Chance eine Stundung oder Ratenzahlung zu bekommen, wenn Du eine Wohnung/Atelier vom Bund, Land oder Gemeinden hast.
Bei laufenden Krediten ebenfalls um Förderungen bei den oben erwähnten Fonds ansuchen. Zusätzlich die jeweiligen Banken um Stundung oder Ratenverminderung anfragen.
 
 
Förderungen
Für Kunstprojekte und Kunstschaffende, die Förderungen von Bund und/oder Land/Gemeinden erhielten, die geförderten Projekte nun aber doch absagen mußten, gilt im allgemeinen, daß bisher getätigte Ausgaben der Fördersumme nicht zurückgezahlt werden müssen (Belege vorweisen). Dies gilt jedoch nicht, für noch nicht verwendete Gelder aus der Förderung. Genaueres und etwaige Änderungen bitte auf der jeweiligen Homepage des Förderers nachlesen.
 
Mit Dauer der Pandemie Covid-19 werden sich Anzahl und Höhe der Fonds ändern, ebenso wie die Zugangsbedingungen. Bitte die jeweiligen aktuellen Anforderungen auf den Homepages nachlesen. RR